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Ausbau

Solar & Energie

Bei Hopsie ist die Energieversorgung ein wichtiger Teil des ganzen Ausbaukonzepts. Wir möchten möglichst frei stehen können, ohne jeden Tag über Strom nachdenken zu müssen. Deshalb war von Anfang an klar: Auf das Dach kommt so viel Solarleistung wie sinnvoll möglich.

Solarleistung 2.925 Wp
Module 5 × 585 Wp
Akku 4,8 kWh
Systemspannung 48 V

Viel Dach für viel Solar

Das Dach wurde bewusst so geplant, dass möglichst wenig Fläche verloren geht. Im hinteren Bereich gibt es einen Dachlüfter, ansonsten haben wir auf Dachfenster verzichtet. Der Platz sollte lieber für Solarmodule genutzt werden, weil Autarkie für uns wichtiger ist als zusätzliche Öffnungen im Dach.

Verbaut sind fünf Solarmodule von JA Solar. Zusammen kommen sie auf 2.925 Wp. Die Module sind in Reihe geschaltet und liefern im Leerlauf ungefähr 255 Volt. Das war bewusst so geplant: Der Wechselrichter soll auch bei schwächerem Licht möglichst früh genug Spannung bekommen und mit der Produktion beginnen.

Fünf JA Solar Module auf dem Dach von Hopsie

Wechselrichter und 48-Volt-System

Als zentrale Einheit arbeitet ein Victron Multi RS Solar 48/6000/100-450/100. Er übernimmt das Laden aus Solar, den Wechselrichterbetrieb und die Einbindung in das 48-Volt-Akkusystem.

Die Entscheidung für 48 Volt war uns wichtig. Bei gleicher Leistung fließen deutlich geringere Ströme als bei 12 oder 24 Volt. Dadurch lassen sich die Kabelquerschnitte sinnvoller halten, und das System bleibt trotz der größeren Leistung überschaubarer.

Der Multi RS Solar sitzt rechts im Technikraum unter dem Bett und ist dort gut erreichbar montiert. So bleibt die zentrale Energieeinheit kontrollierbar, ohne im Wohnraum sichtbar zu sein.

Victron Multi RS Solar Wechselrichter im Technikraum von Hopsie

Speicher im Rack

Aktuell ist ein Pylontech US5000 Akku mit 4,8 kWh verbaut. Für den jetzigen Stand reicht uns das erst einmal aus. Gleichzeitig ist aber alles so vorbereitet, dass später zwei weitere Akkus ergänzt werden können.

Das Rack ist bereits auf drei Pylontech-Module ausgelegt. Aktuell ist ein US5000 eingesetzt, die beiden freien Plätze sind für spätere Erweiterung vorbereitet. Gerade Richtung Herbst kann es gut sein, dass die 4,8 kWh knapper werden. Dann ist die Erweiterung schon mitgedacht.

Pylontech US5000 Akku im vorbereiteten Rack mit drei Plätzen

Verteilung und Absicherung

Neben Wechselrichter, Akku und Cerbo gehört auch die Verteilung zur Energieanlage. Dort sind die Schutz- und Trennelemente für Landstrom, Solar, die 48-Volt-Seite und die 230-Volt-Leitung Richtung Unterverteilung zusammengeführt.

Die Verteilung sitzt zugänglich im Technikraum und bleibt nachvollziehbar, ohne im Wohnraum sichtbar zu sein. Das ist für Kontrolle und Wartung wichtig.

Verteilung mit Schutzschaltern für Landstrom, Solar, 48 Volt und Wechselrichter-Ausgang

Steuerung und Überblick

Der Akku und der Wechselrichter kommunizieren über den Victron Cerbo GX MK2 miteinander. Der Cerbo ist damit die zentrale Schnittstelle zwischen Batterie, Wechselrichter und später auch der Anzeige im Wohnmobil.

Die Energiedaten sollen in Home Assistant sichtbar werden. Damit können wir den aktuellen Zustand später auf dem Tablet im WoMo sehen, aber auch unterwegs oder aus der Ferne über das Handy abrufen. So bleibt im Blick, was vom Dach kommt, wie voll der Akku ist und wie viel Energie gerade verbraucht wird.

Technikraum unter dem Bett

Der Multi RS Solar, der Pylontech-Akku und der Cerbo GX sitzen im Technikraum unter dem Bett. Dieser Bereich ist bewusst nicht als schwer zugänglicher Installationsschacht geplant, sondern als nutzbarer Technikraum.

Mir war wichtig, Wasser- und Energietechnik räumlich sauber zu trennen: links sitzen Pumpe und Boiler, rechts die Energieanlage mit Wechselrichter, Akku und Cerbo GX. In der Mitte bleibt der Frischwassertank gut erreichbar.

So bleiben Wasser- und Elektrotechnik geordnet, aber trotzdem gut zugänglich. Das hilft bei Kontrolle, Wartung und späteren Erweiterungen.

Warum dieser Aufbau?

Die Anlage ist nicht möglichst klein geplant, sondern passend zu unserem Reiseverhalten. Wir reisen langsam, stehen gern ruhig und möchten nicht ständig auf Landstrom angewiesen sein. Solar, Speicher und Steuerung sollen Hopsie genau dabei unterstützen: ankommen, stehen bleiben und den Alltag möglichst normal weiterlaufen lassen.

Die Technik soll dabei nicht Selbstzweck sein. Sie soll im Hintergrund arbeiten, gut kontrollierbar bleiben und später Schritt für Schritt mit unseren Erfahrungen wachsen.

Datenblätter

Komponenten

Die Links führen zu den Herstellerseiten. Produktbilder kopieren wir nicht; hier geht es nur um die verbauten Komponenten und die passenden Datenquellen.

5 × JA Solar JAM66D42-585MB Bifaziale Doppelglas-Module mit zusammen 2.925 Wp. Die Module sind in Reihe verschaltet und nutzen die verfügbare Dachfläche möglichst konsequent. Details öffnen
Victron Multi RS Solar 48/6000/100-450/100 Zentrale Einheit für Solar, Wechselrichterbetrieb und das 48-Volt-Energiesystem. Details öffnen
Victron Cerbo GX MK2 Kommunikationszentrale zwischen Akku, Wechselrichter, Monitoring und später Home Assistant. Details öffnen
Pylontech US5000 48-Volt-LFP-Akku mit 4,8 kWh. Das Rack ist bereits für zwei weitere Module vorbereitet. Details öffnen
  • Victron Multi RS Solar: 120-V-PV-Startspannung Quelle
  • Victron GX / Venus OS Quelle
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Mehr Zusammenhänge

Solar, Wasser und Ausbau hängen direkt zusammen. Die Detailseiten wachsen mit Hopsie und werden bewusst erst dann konkreter, wenn die Informationen belastbar sind.